Wir sind nicht perfekt.

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Wir sind alle nicht perfekt. Das weiß ich. Wir haben alle verschiedene Komponenten im Leben, die uns ausmachen, die wir brauchen, um glücklich zu sein und die uns wie Säulen aufrecht halten. Wenn eine dieser Komponenten, eine dieser Säulen wegbricht, ist es schwer sich noch aufrecht zu halten. An vielen Tagen läuft man wackelig, auf den Rest der Säulen stützend durch den Alltag. Manchmal merkt man es nicht mal und es fühlt sich alles okay an. Manchmal sogar mehr als das, man fühlt sich vielleicht sogar ganz gut. Irgendwann können diese Säulen den Verlust aber nicht mehr alleine tragen und man bricht zusammen - wie aus dem Nichts. Und dann liegt man da und realisiert, was das eigentlich für eine Scheiße ist und wie viele Jahrzehnte man eigentlich mit dieser Beschädigung rumwackelt. Mal rappelt man sich auf und versucht weiter zu wackeln und dann fängt es wieder von vorn an - man merkt den fehlenden Teil nicht, geht ganz okay durchs Leben, versucht die Lücke irgendwie zu stopfen und dann kommt wieder der Tag, an dem das notdürftig Geklebte wegbricht und man hinfällt. Tja, was soll ich sagen.. da liege ich nun. Eine Komponente, die mir schon immer gefehlt hatte, ich es aber nie so richtig realisiert habe. Erst vor einigen Jahren fiel es mir tatsächlich auf - in Krisen, in den schlimmsten und dunkelsten Zeiten. Jetzt könnte man natürlich sagen "du bist dir selbst am Nächsten" aber das ist mir 1. zu plump, 2. zu abgedroschen, 3. zu egoistisch und falsch und 4. einfach nicht wahr. Ich halte es da eher wie Faber:  

Wenn du dann am Boden bist
weißt du wo du hin gehörst
Wenn du ganz alleine bist
weißt du was du warst
Wenn du dann am Boden bist
weißt du wo du hin gehörst
Wenn du ganz alleine bist
Weißt du dass du es noch so lange sein wirst 

Es klingt traurig, ist es im Grunde aber eigentlich nicht. Mittlerweile habe ich keine Angst mehr vor mir, vertraue mir nur scheinbar immer noch viel zu wenig, sonst würde ich bestimmte Dinge sein lassen. 
Wenn man sein ganzes Leben glaubt, die Menschen passen nicht, liegt es dann nicht an einem selber? Erwartet man zu viel? Setzt man die Ansprüche einfach zu hoch oder stimmt etwas mit einem nicht, weil man irgendwie überhaupt nicht in die Masse passt? Setzt man jede Kleinigkeit, die nicht passt, zu hoch und versaut damit alles? Wir sind nicht perfekt und jeder Mensch hat Makel oder etwas an sich, was nicht zu einem passt, aber dennoch kann man diesen Menschen mögen.

Wenn man aus der Vergangenheit nichts mehr hat und alles ausgelöscht hat, dann ist es schwer, sich noch an etwas zu klammern. Was aber, wenn die Vergangenheit einen totzdem nicht loslässt, obwohl man mit allen Menschen abgeschlossen hat? Ich wollte ein neues Leben beginnen aber ich wusste nicht, dass das so schwer werden würde. 

Ich glaube, dass sich  Menschen von mir abwenden würden, wenn sie die Wahrheit kennen würden. Es ist ein ewiges Hin & Her zwischen sich zu wichtig nehmen und das was ich denke und fühle ist nicht normal. Jeder Mensch hat irgendwelche Probleme und die sind nicht minder stark als meine.

Damals fand ich mich bewusst scheiße. Heute scheint es unbewusst zu sein. Deswegen versuche ich mich ständig in diesen Momenten zu hinterfragen. Woher kommt es? Ich versuche mit mir ins Reine zu kommen. Ich habe schließlich nur mich, wenn keiner da ist. Wäre blöd permanent mit einer Person zusammen zu sein, die man irgendwie nicht so ganz ab kann und trotzdem nimmt es mir die Luft zum atmen. Ich weiß auch jetzt nicht, was ich tun soll. Ich kann nur abwarten und drauf hoffen, dass ein neuer Tag einen Neubeginn mit sich bringt. Ich kann nur auf morgen hoffen und mir zureden. Morgen wird alles besser!

Ich weiß nicht, ob ich mich mag. Ich weiß nicht, ob ich mir einfach zu viele Gedanken über mich selbst mache, es nach meinen Erfahrungen "normal" ist und ob ich das jemals ausschalten könnte. Aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die genauso denken und fühlen wie ich und die sich meine Texte auch durchlesen. Meine Gedanken sind hier besser aufgehoben, als bei irgendeinem Menschen, der sie nicht versteht. Deswegen: Contenance immer und immer wieder. Ich muss endlich anfangen mir selbst zu vertrauen und auf das hören, was mir gut tut. Keine Ahnung wie ich diese Säule, die mich ohne zu wackeln aufrecht erhalten wird, aufbauen soll aber mir bleibt nichts anderes übrig, als ohne diese Säule weiterzumachen...
 

Mit dem Rücken zur Wand
Hältst du dir selber die Hand
Und wenn du merkst
dass dich niemand versteht
Und wenn du meinst dass wenn du weinst und du flehst sich niemand umdreht
Wenn du dann am Boden bist
weißt du wo du hin gehörst
Wenn du ganz alleine bist
weißt du was du warst
Wenn du dann am Boden bist
weißt du wo du hin gehörst
Wenn du ganz alleine bist
Weißt du dass du es noch so lange sein wirst

Schlaflos

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Wieder eine dieser schlaflosen Nächte, die ich in letzter Zeit viel zu oft habe. Ich bin schlaflos und zähle die Stunden bis zum Weckerklingeln und werde noch nicht ganz hektisch, weil es noch vor 0 Uhr ist. Meine Gedanken kreisen wieder um ein und dasselbe Thema. Immernoch keine passende Lösung aus diesem Gesankenkarrussel heraus. Ich habe es mit so vielen anderen Gedanken versucht. Ich komme immer wieder zum Anfang zurück. Mein verletztes inneres Kind ist wie im Rausch und ruhelos. Der Drang etwas Bestimmtes zu tun ist sehr hoch. Ich versuche mich an all meine Gedanken zu klammern, die es mir ausreden. Wo ist die Vernunft, wenn man sie braucht? Momentan befinde ich mich im Stillstand. Keine Bewegung und kein Drang danach. Ich weiß nicht wie es weiter geht, ich weiß nur, dass es SO auf keinen Fall geht und, dass ich die Einzige bin, die es steuern und ändern kann. Immer dann, wenn ich mich nach einem weiten Weg endlich gefangen habe und gut stabil scheine, passiert dieses Unerwartete,  was dadurch, dass es immer wieder passiert, schon was Erwartete sein könnte und reißt mir wieder völlig den Boden unter den Füßen weg. Genau dafür habe ich immer noch keine Lösung und deswegen liege ich wieder wach und bekomme kein Auge zu. Es belastet mich, völlig allein damit sein zu müssen. Niemand kann mir helfen, selbst wenn irgendjemand es wollen würde. Es tut weh und schmerzt mit der Gewissheit es ändern zu können, aber es nicht zu tun, noch mehr. Ich mache mir Vorwürfe und hasse mich dafür. Ich fühle mich schwach und merke, wie mein Selbstwertgefühl schon wieder kaum greifbar ist. Mir fällt kein Grund ein, der mich vom Gegenteil überzeugen könnte. Absurd oder? Ich weiss, dass ich bereits vieles erreicht habe und zurecht stolz auf mich sein kann aber es fühlt sich nicht so an und konkrete Gründe stolz zu sein fallen mir leider auch nicht ein. Mein Seelenfrieden lässt weiter auf sich warten, aber an guten Tagen genieße ich das Leben. In der Hoffnung, dass morgen so ein Tag sein wird, versuche ich mental zur Ruhe zu kommen und lasse die Zeit dahin schwinden. . Bis mein Wecker klingelt und ich wieder völlig übermüdet und voller Gedanken zur Arbeit fahre.. 
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